Raumgestaltung

Zeitumfang:
prozesshaft

Material:
Plakate, Stifte, Stimmzettel, Werkzeug und Material

Beschreibung:
Die Jugendlichen sollen sich ihr Jugendzentrum aneignen, es nach ihren Wünschen gestalten und sich letztendlich damit identifizieren. Es sollen Orte sein, die sich inhaltlich und optisch den Bedürfnissen der Jugendlichen anpassen.

Ihr Erscheinungsbild wandelt sich mit der jeweiligen Besucherstruktur. Wechselt diese häufig, heißt das auch, dass wesentlich öfter gestrichen, umgeräumt und renoviert wird, als es eigentlich notwendig wäre. Indikatoren können z.B. sein, dass Räume nicht mehr genutzt werden, Beschwerden sich häufen, Einrichtungsgegenstände nicht mehr funktional sind etc.

All dies kann aufgegriffen werden, um mit Jugendlichen gemeinsam Neugestaltungen und Renovierungen zu planen und zu organisieren. Hierzu können Abstimmungen organisiert und Meinungen über verschiedene Kanäle eingeholt werden. In Dudweiler wurde z.B. die Neugestaltung der Küche über ein PC- Programm geplant, welches z.B. verschiedene Farbkommunikation visualisierte. Diese Vorschläge wurden ausgedruckt, aufgehangen und dann zur Abstimmung freigegeben.

In Quierschied wurde ein ehemaliger Werkstattsraum aufgegeben, den die Jugendlichen nicht mehr nutzen wollten. Sie entschieden sich, daraus einen Aufenthaltsraum zu machen, den sich einzelne Gruppen bei Bedarf für sich reservieren konnten. Diesen Raum gestalteten die Jugendlichen in Eigenregie und führten auch die Renovierungsarbeiten selbst durch.

Erfahrungen:
Die einfachste Art der Selbstwirksamkeitserfahrung bietet sicherlich ein sichtbares Ergebnis des eigenen Handelns. Die Gestaltung des Hauses weitestgehend an die Jugendlichen zu übergeben ist also die einfachste Art zu signalisieren: Das ist euer Haus und es richtet sich nach euren Bedürfnissen. Dies betrifft sowohl die Nutzung und Einrichtung der Räume, als auch deren optische Gestaltung.

Im Projektzeitraum wurden mehrere Räume komplett umgestaltet, teilweise auch unter Einbeziehung von Handwerkern und Honorarkräften. In Dudweiler kam es so zu einer Neugestaltung eines Chill- Raumes und des ehemaligen Computerraumes, in Quierschied entstand ein neuer Grillplatz, der auch außerhalb der Öffnungszeiten des Jugendzentrums von Jugendlichen genutzt werden kann. Beide Jugendzentren erhielten zudem eine neue Küche, deren Details ebenfalls aktiv von Jugendlichen geplant wurden.